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ELEOS

EINE EMPÖRUNG IN 36 MINIATUREN von CAREN JEß

In Koproduktion mit Caravan – mobile Kulturprojekte

 

​Spieler*innen

Ambra Berger, Peter Bocek, Jens Ole Schmieder, Maria Strauss und Fabienne Trüssel

Regie Stephan Kasimir

Bühne und Kostüm Caro Stark

Musik / Musikalische Leitung Paul Winter

Hospitanz Louisa Konstanze Meyer

 

Premiere

17. Juli 2026 / 20 Uhr / in Bregenz am Kornmarktplatz beim Landesmuseum.

 

Weitere Vorstellungen am  21. und 22 .Juli am Kirchplatz in Lustenau / 20 Uhr sowie am 27.  29. und 30.  Juli / 20 Uhr

 in Bregenz am Kornmarktplatz beim Landesmuseum.

 

Alle Aufführungen bei freiem Eintritt

Sitzplatzreservierungen unter https://www.unpop.at/karten

 

Eleos und phobos, Furcht und Mitleid, sind die kathartischen Effekte, die ein tragisches Stück hervorrufen soll, auf dass der Mensch nach dem Theaterbesuch sittlich gereinigt in seine Realität zurückkehre. Neuere Übersetzungen sprechen von Jammern und Schaudern, was schon weniger edel klingt, vielmehr hinabführt in die Niederungen „allzu menschlicher“ Zuständlichkeiten. „Or!“ Dieser Ausruf der Missstimmung sei „eine der am Häufigsten gebrauchten Interjektionen unserer Zeit. Denn wir glauben zwar nicht mehr an die Katharsis, sehnen sie aber herbei, weil wir uns nicht mehr aufregen müssten, wenn wir erst rein wären, vermutet die Autorin Caren Jeß, wohl wissend,wie nah Tragödie und Komödie beieinander liegen. Ihr kathartisches Kunststück beschreibt in 36 formal und stilistisch

höchst unterschiedlichen kurzen Szenen Gefühlslagen zwischen Niedergeschlagenheit und Jammerei, Angst und Wut, Gewalt und Hass. Ohne sich auf eine politische Agenda oder ein billiges Freund-Feind- Schema festzulegen, ohne den Zeigefinger zu erheben und auf das zu deuten, was in dieser Welt vermeintlich geht oder eben nicht (mehr) geht, seziert sie mit poetischer Einfühlsamkeit und sprachlicher Virtuosität die Empörung an sich. Sie findet Beispiele für die Mechanismen und Kettenreaktionen dahinter und erzählt zutiefst menschenfreundliche Geschichten über hochzivilisierte Individuen am Endpunkt.

 

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Die Autorin

Caren Erdmuth Jeß, geboren 1985 in Eckernförde, studierte Deutsche Philologie und Neuere deutsche Literatur in Freiburg i.Br und Berlin. Als Dramatikerin trat sie das erste Mal 2017 in Erscheinung, als sie mit ihrem Stück Deine Mutter oder Der Schrei der Möwe den dritten Platz des Osnabrücker Dramatiker*innenpreises belegte. 2018 gewann sie die Residency des Münchner Förderpreises für deutschsprachige Dramatik mit Bookpink.

Mit der Grazer Uraufführungsinszenierung von Bookpink wurde sie 2020 für den Mülheimer Dramatiker*innenpreis nominiert und zur Nachwuchsdramatikerin des Jahres erklärt. Im Jahr davor gewann sie außerdem den Else-Lasker-Schüler-Stückepreis für ihr Stück Der Popper und den Preis der taz-Publikumsjury des 26. open mike für Die Ballade von Schloss Blutenburg. Mit Die Katze Eleonore gewann sie 2023 d Mühlheimer Dramatiker*innenpreis. Caren Jeß lebt in Dresden.

 

Auszeichnungen
 

2017 Dritter Platz des Osnabrücker Dramatiker*innenpreises mit Deine Mutter oder der Schrei

der Möwe
2018 Residency des Münchner Förderpreises für deutsche Dramatik mit Bookpink

2018 Gewinnerin des taz-Publikumspreises in der Kategorie Lyrik im Rahmen des open mike- Wettbewerbs für junge Literatur

2019 Einladung zum Heidelberger Stückemarkt mit Bookpink
2020 Erster Stückepreis im Rahmen des Else-Lasker-Schüler-Dramatiker*innenpreises mit Der

Popper

2020 Aufenthaltsstipendium am Literarischen Colloquium Berlin
 

2020 Teilnahme an der Mülheimer StückeWerkstatt mit Die Katze Eleonore

2020 Nominierung zum Mülheimer Dramatiker*innenpreis mit Bookpink in einer Inszenierung des Schauspiel Graz

2020 Nachwuchsdramatikerin des Jahres (Kritiker-Umfrage des Jahrbuchs von Theater heute)

2023 Mülheimer Dramatiker*innenpreis mit Die Katze Eleonore in einer Inszenierung des Staatsschauspiel Dresden

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