SOMMER 2021

"JEDERMANN (stirbt)"

von Ferdinand Schmalz

Koproduktion mit Caravan - mobile Kulturprojekte

Premiere  / 19. August 2021 20.30 Uhr Kulturhauspark Dornbirn

Weitere Vorstellungen am 20. und 21. August im Kulturhauspark Dornbirn 20.30 Uhr

und am 26. 27. und 28. im Park des Gutshof Heidensand in Lustenau

Bei Regen gibt es eine Indoor Variante für alle Termine im Freudenhaus Lustenau

Regie Stephan Kasimir

Ausstattung Caro Stark

Lichtdesign Jan Wielander

Bühnenbau  Manu Menghin

Produktionsleitung Roman Zöhrer/

                                  Lisa-Marie Berkmann

Plakat Lena Seeberger

Darstellerinnen

Maria Fliri

Johannes Gabl

Wini Gropper

Simon Alois Huber

Helga Pedross

Wolfgang Pevestorf

Maria Strauss

Benjamin Vanyek

 

 

 

 

Jedermann ist ein selbstherrlicher Banker, die Zeiten sind hart, nüchtern und gottlos. Geld regiert die Welt und ersetzt die Religion. Während sich draußen auf den Straßen Unruhen ankündigen, will Jedermann hinter Zäunen in seinem Garten ein Fest feiern. Einer der Gäste ist der Tod. Als dem Manager schwant, dass ein letztes Stündlein geschlagen hat, bittet er um Aufschub. Doch wie für jedermann gilt auch für ihn: Alle Menschen müssen sterben und jede:r  stirbt für sich allein. Sein Geld wird ihm am Ende nichts nützen. Auch Jedermann wird Niemand werden. Und die Frage bleibt: Was kommt danach? Nichts?

Der österreichische Dramatiker Ferdinand Schmalz befreit das zu einer der Ikonen des Theaters gewordene Original von Hugo Hofmannsthal aus dem engen Moral -Korsett des mittelalterlichen Mysterienspiels. Sein spielerischer Umgang mit Sprache und Versmaß, Schärfung und Ausweitung der Konflikte durch Einbeziehung heutiger gesellschaftlicher Zustände transportiert diese in unsere Gegenwart. Ferdinand Schmalz verwandelt den alten Topos von Leben, Sterben und Sexualität des Menschen in ein zeitgenössisches Spiel über die Gier der Finanzmacht, der die Angst vor dem Nichts und die unangenehmen Fragen nach der eigenen Verantwortung in einer sich mit immer höheren Zäunen schützenden Ersten Welt im Nacken sitzt. Und Ferdinand Schmalz legt den Finger auf eine Wunde der Gegenwart. Denn auch wenn die Hälfte aller nach 2010 geborenen Kinder heute gute Chancen hat, älter als 100 Jahre zu werden: Der Tod ist unbesiegbar.

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