LESUNG VON WOLFRAM LOTZ

IM FLATZMUSEUM DORNBIRN 22.2.20 Uhr

 

Die Premiere von Der große Marsch ist in vier Wochen und wir freuen uns sehr, Ihnen mitteilen zu können, dass der Autor Wolfram Lotz zu uns nach Dornbirn kommt. 
Neben einem Werkstattgespräch im Anschluss an die Vorstellung am 23. Februar wird er auch eine Lesung im Flatz-Museum in Dornbirn am 22. Februar machen. 
Karten für die Vorstellungen vom großen Marsch sind erhältlich unter Ländleticket oder direkt beim Ensemble für unpopuläre Freizeitgestaltung. Für die Lesung können Sie ebenfalls direkt über uns Karten beziehen. Um 25 Euro bekommen Sie ein Kombiticket für die Lesung sowie eine Vorstellung Ihrer Wahl.  


Der große Marsch: Premiere 21. Februar 2019 / 20 Uhr Kulturhaus Dornbirn

Weitere Vorstellungen am 23. 24. 26. 27. und 28 Februar jeweils um 20 Uhr / Kulturhaus Dornbirn

Lesung Wolfram Lotz 22. Februar 2019 / 20 Uhr Flatz- Museum Dornbirn


 

Der große Marsch

Wolfram Lotz

 

„Die meisten Theaterleute sind (natürlich gibt es Ausnahmen) Arschgesichter.“ Mit dieser Zueignung beginnt Wolfram Lotz seinen Großen Marsch durch alle erdenklichen Kapitalismuskritik-Klischees und festgefahrenen Sichtweisen, die sich so in den letzten Jahren auf dem Theater im deutschsprachigen Raum durchgesetzt haben und zum neuen Maßstab geworden sind. Der große Marsch ist eine anarchische Revue, kraftvoll und aberwitzig. Eine übermütige Theatershow:  Zeitgenössische, historische und fiktive Figuren – von Josef Ackermann über Bakunin zu Prometheus und Hamlet sind zu Gast. Eine Schauspielerin tritt als Moderatorin auf. Die Befragung ihrer Show-Gäste liefert den roten Faden des Stücks, doch Autor Wolfram Lotz, der selbst auftritt, fordert Unmögliches, einen Marsch gegen die Grenzen von Raum und Zeit, und lässt immer mehr Fantastisches und Unmögliches geschehen, Tote auftreten, auf dass das Theater als utopischer Raum für die Kunst zurückerobert wird.L otz schreibt sich an die Grenzen theatraler Darstellungsmöglichkeiten heran, entwirft darüber aber keine Moral, sondern entlarvt einen Ist-Zustand, in dem die Figuren die Erschöpfung, Ratlosigkeit und den Überlebenskampf in unserer heutigen Gesellschaft spiegeln. Am Ende gibt er die Sicht frei auf einen neuen, radikalen, anarchistischen, poetischen und auch ratlosen Blick auf die Welt, der alle Erwartungshaltungen an die Kunst und alle Standardisierungen eines politischen Diskurses abschütteln und neues Terrain erobern will. Lotz sprengt die Mittel des Machbaren und reizt das Theater mit all seinen Möglichkeiten und Unmöglichkeiten aus.


Regie Stephan Kasimir

Ausstattung Caro Stark

Lichtdesign Andreas „ Phoenix“ Hofer

Produktionsleitung Lisa Weiss

Es spielen Maria Fliri, Anwar Kashlan, Robert Kahr, Luis Lüps, Helga Pedross, Jens Ole Schmieder, Christina Scherrer und Taiyo Marquez Suitner

 

Wolfram Lotz

Wolfram Lotz, geboren 1981 in Hamburg, wuchs im Schwarzwald auf. Er studierte Literatur-, Kunst- und Medienwissenschaft in Konstanz und Literarisches Schreiben am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. 2011 gewann er mit DER GROSSE MARSCH u.a. den Kleistförderpreis und den Publikumspreis des Berliner Stückemarktes. In der Kritikerumfrage von Theater heute wurde er zum Nachwuchsdramatiker des Jahres gewählt. Nach dem Erfolg von EINIGE NACHRICHTEN AN DAS ALL erhielt er 2012 den Dramatikerpreis des Kulturkreises der Deutschen Wirtschaft und 2013 den Kasseler Förderpreis für Komische Literatur. DIE LÄCHERLICHE FINSTERNIS wurde 2015 zum Berliner Theatertreffen und zu den Mülheimer Theatertagen eingeladen. Im selben Jahr erhielt Wolfram Lotz den Nestroypreis für das Beste Stück und wurde in der Kritikerumfrage von Theater heute zum Dramatiker des Jahres gewählt. Seine beiden Texte DAS ENDE VON IFLINGEN und IN EWIGKEIT AMEISEN werden in der Regie von Jan Bosse im März 2019 am Burgtheater Wien zur Uraufführung gebracht.

Das unmögliche Theater
Das unmögliche Theater