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FRÜHJAHR 2026

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ALTE MEISTER von Thomas Bernhard

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mit Maria Fliri

Regie / Bühnenfassung Stephan Kasimir

Rauminstallation Caro Stark

Licht Othmar Gerster

Premiere 23. April 2026 / 20 Uhr Magazin 4, Bregenz

Weitere Vorstellungen 25. April 2026 sowie 2. 9. 13. und 21. Mai

jeweils 20 Uhr Magazin 4 Bregenz

Karten unter https://www.unpop.at/karten

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Das Ensemble für unpopuläre Freizeitgestaltung bringt in Koproduktion mit dem Kulturservice der Stadt Bregenz Thomas Bernhards Roman „Alte Meister“ auf die Bühne - und verlässt dafür den klassischen Theaterraum. In der Regie- und Bühnenfassung von Stephan Kasimir wird Thomas Bernhards „Alte Meister“ als Bühnensolo für die Schauspielerin Maria Fliri realisiert.  Aufführungsort ist nicht ein Theater, sondern das Magazin 4, der Ausstellungsraum der Stadt Bregenz für moderne Kunst. Ein zentrales Element der Produktion ist das Bühnen- und Raumkonzept von Caro Stark: Der Ausstellungsraum wird selbst zum Bühnenbild – und das Bühnenbild zur Ausstellung. Bei jeder Vorstellung entstehen live während der Aufführung neue Kunstwerke, die Teil der Inszenierung sind. Diese Werke bleiben – gemeinsam mit dem gesamten Bühnenraum als Rauminstallation – bis zur nächsten Vorstellung im Magazin 4 als Ausstellung zugänglich. Thomas Bernhards „Alte Meister“ entlarvt mit scharfem Witz und unerbittlicher Gedankenlogik die Vorstellung von künstlerischer Vollkommenheit als Illusion. – ein sprachliches Kunstwerk, das zwischen Vernichtungslust und tiefer Melancholie oszilliert.

 

 

 

Alte Meister von Thomas Bernhard

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Das Durchbrechen einer jahrzehntealten Gewohnheit führt in „Alte Meister“ dazu, daß der Schriftseller Atzbacher und der Musikphilosoph Reger sich an zwei aufeinanderfolgenden Tagen im Wiener Kunsthistorischen Museum treffen. Atzbacher nimmt diese außergewöhnliche Verabredung zum Anlaß, den in seine ritualisierte Betrachtung des Weißbärtigen Mannes von Tintoretto versunkenen Reger zu beobachten. Der Zweiundachtzigjährige Reger hat im Kunsthistorischen Museum seine Kunstbetrachtung zur Perfektion entwickelt: Sie besteht darin, jedes Kunstwerk, das für vollendet gehalten wird, so lange zu studieren, bis dessen Fehler aufgedeckt sind. Alle Alten Meister und Großen Geister sind unvollkommen. Jede noch so verehrte „alte Meisterschaft“ offenbart bei genauer Betrachtung ihre Mängel – und gerade in diesen Fehlern, so Reger, liegt die einzige Möglichkeit, Kunst überhaupt auszuhalten. In scharf geschliffenen Monologen attackiert Reger die Vorstellung künstlerischer Vollkommenheit und entfaltet eine gnadenlose Abrechnung mit Kunstbetrieb, Staat, Gesellschaft und menschlicher Selbsttäuschung. Was als Kunstkritik beginnt, entpuppt sich als radikale Selbstbefragung eines Denkens, das nur in der Wiederholung, im Zorn und im Zweifel existieren kann. Hinter der wütenden Polemik tritt eine existenzielle Einsamkeit hervor: das Altern, der Verlust und die Erfahrung, dass weder Kunst noch Intellekt vor dem Leben schützen. Alte Meister“ ist ein bitterkomischer Text, zugleich Polemik, Komik und existenzielle Reflexion über die Unmöglichkeit von Vollkommenheit.

 

Der Bühnenraum als Rauminstallation mit dem bei jeder Vorstellung Live und neu entstehenden Kunstwerken kann von Dienstag bis Freitag

von 10 bis 12 und 13 bis 17 Uhr im Magazin 4 als Ausstellung besichtigt werden.

 

Ensemble für unpopuläre Freizeitgestaltung in Koproduktion mit dem Kulturservice der Stadt Bregenz

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